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Aktuelle Hausansicht
Hausansicht um 1875

Tradition seit 1717

Unser Hotel "Weißer Hirsch" in Wernigerode im schönen Harz ist das älteste erhaltene Hotel in Sachsen Anhalt. Somit blickt unser Haus auf eine lange Geschichte zurück. Mit unserer Chronik geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Historie unseres Hauses, die zugleich ein Stück Stadtgeschichte ist.


Chronik des Hotels "Weißer Hirsch" Wernigerode

"No.CXLIII. Edict, wegen Ordonnantz- und Wirts- Häuser in den Churmärckischen Städten, de dato Berlin vom 4.Decembris 1717. Das passierende Militär erhielt kostenfrei Unterkunft vom Eigentümer für einige Privilegien und Zugeständnisse als Entschädigung. So auch bei Witb. (Witwe) Fincken im weißen Hirsch aufm Marckte...."
Dies ist die erste urkundliche Erwähnung des Hotels Weißer Hirsch, was somit als ältestes erhaltene und betriebene Hotel Sachsen Anhalts Erwähnung findet.

1758 bekommt der Mieter Spieß bei der gräflichen Regierung den Betrieb einer Wirtschaft in seinen angemieteten Räumen genehmigt.

Mit dem Namen seines Besitzers "Johann Georg Pfeifer" erscheint der Gasthof am Markt erstmals archivarisch 1760, um mit dem Namen “Weißer Hirsch” in einem Gasthofverzeichnis von 1788 genannt zu werden. Während der Name auf einen noch früher bestehenden Gasthof weist. “Schwarzer Hirsch” hieß die gräfliche Schenke in Nöschenrode, deren Beginn in das 15. Jahrhundert einzusetzen ist, benannt nach dem Wappentier der Grafen zu Stolberg- Wernigerode.

Der spätere Gasthof am Markt nahm auch dieses Wappentier auf, nur mit veränderter Farbe, auch im Blick auf den im Jahre 1716 eröffneten Tiergarten am Schloss mit vorhandenen Bleßwild, das stets mit einigen weißen Hirschen vertreten war. Sehr bescheiden in seinen Ausmaßen war der alte Gasthof.

Mit Johann Georg Dieck, der 1793 aus Derenburg kam, erlebte der Gasthof den ersten bedeutenden Aufschwung. Das zur Westernstraße gelegene Haus wurde erweitert und bietet im Bereich von 1809 seinen Gästen fünf sehr gut möblierte Zimmer mit einem und mehreren Betten, dazu vier mit Betten bestellte Kammern. Damit weist sich der Gasthof zu dieser Zeit als der größte der Stadt aus, auch als der angesehenste. Pflicht aller Gasthöfe, so auch diesen Hauses, war es auch Herberge für wandernde Handwerker zu sein, besonders für die Stellmacher und Lohgerber.

Nach Diecks Tod 1830 übernahm Benjamin Schäfer den Gasthof, den er im Saal reich mit Konzerten füllte, da er zugleich von Beruf ein Musikus war mit eigener Musikgesellschaft.

Beim großen Stadtbrand vom 29. März 1847, auf der Fläche vom Westerntor bis zum Nicolaiplatz, brennt auch dieses Haus restlos ab. Doch schon am 1. Juni 1848 eröffnete Witwe Schäfer das Hotel wieder, nun im Umfang und Bau des heutigen Stammhauses, im lokal üblichen Fachwerkstil.

1850 übernimmt Julius Wilhelm Fricke das Hotel, von dessen Familie es bis 1926 betrieben wurde und bis 1966 im Eigentum blieb.

Herr Carl Brasche ist der Nachfolger in Besitz und Leitung. Den Schrecken des Krieges muss er auch am eigenen Haus erfahren, da beim Bombenangriff auf Wernigerode am 22. Februar 1944 das Hotel getroffen wird und der 1897 eingerichtete Festsaal und Wintergarten zerstört werden.
Restaurant und die erhaltenen Hotelzimmer beschlagnahmen die Alliierten mit Besetzung der Stadt am 11. April 1945 und behalten dies im Wechsel von Amerikanern zu Engländern, dann Russen. Im Frühjahr 1946 öffnet das Hotel wieder im Besitz der Familie Brasche.

1958 übernimmt der damalige HO- Gaststättenbetrieb das Hotel pachtweise, erwirbt es 1966 käuflich zu eigenem Besitz. In den Renovierungen der folgenden Jahre wird statt des kriegszerstörten Festsaals eine Nachttanzbar eingebaut.

Vor dem Hotel auf dem Marktplatz erlebte Wernigerode die 1989 zur Wende führenden Kundgebungen und Demonstrationszüge.

Am 1. Februar 1991 erwirbt Jörg Wieland mit Gattin Monika das Hotel käuflich, langjährig erfahren in diesem Haus seit seinem Eintritt als Volontär 1979, ab 1986 Hotelleiter. Das Hotel  wird  zwingend notwendigen Umbauarbeiten unterzogen.

Ab Februar 1992 konnten wieder am schönsten Platz der Stadt Wernigerode Gäste aus aller Welt empfangen werden.
Im Jahre 1993 konnten in Hinblick des geplanten Hotelneubaues 2 angrenzende Grundstücke, Heidestraße 4 und Mittelstraße 5, durch Familie Wieland erworben werden.

Von Juni 1994 bis April 1995 wurden der Hotelbereich erweitert, Tagungs- und Gesellschaftsräume geschaffen, variabel für 6- 100 Personen (eingeweiht unter Beisein der Fürstenfamilie zu Stolberg-Wernigerode), dazu eine Sauna und die erste öffentliche Tiefgarage der Stadt (eröffnet am 02.02.1995)

In weiteren Bauabschnitten 1997/98 sind ein Festsaal, der die Möglichkeiten für Tagungen, Seminare  und Festveranstaltungen für bis zu 140 Personen erweitert, sowie 6 traumhafte Deluxe – Zimmer bzw. Suiten mit 5-Sterne-Komfort entstanden. Insgesamt verfügt das Haus nunmehr über 99 Betten in 51 komfortablen Zimmern und Suiten, sowie 6 verschiedene Seminar- und Veranstaltungsräume. An der damaligen Einweihung des Gesamtneubaues nahm als Ehrengast der Ministerpräsident des Landes Sachsen- Anhalt, teil.

Am 18.04.2000 besuchte der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau, die Stadt Wernigerode und war Hotelgast im Weißen Hirsch.

Im Jahre 2001 entstand im Stammhaus des Hotels ein exklusives Komfortzimmer durch Ausbau des Dachgeschosses.

2002 war der Beginn des erneuten Umbaues des Stammhauses mit dem Ziel der Vergrößerung der Bäder und Verschönerung der Zimmer in diesem Bereich.

Ein wichtiger Grundstein für die Zukunft wurde 2004 gelegt. Nach verschiedenen Stationen in der Hotellerie und nach einem erfolgreichen Abschluss als Betriebswirt an der Hotelfachschule Hannover, stieg der Sohn von Monika und Jörg Wieland, Christian Wieland, in das Unternehmen ein.

Seit 2004 verbindet eine neue Hotelbar das Restaurant mit der Rezeption.

Der familiären Entwicklung des Unternehmens entsprechend wurde 2005 aus der Einzelfirma eine Personengesellschaft- Hotel- und Restaurant Weißer Hirsch Wieland GmbH & Co. KG.

Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen für seine Verdienste mit dem Finalpreis des Großen Preises des Mittelstandes in Magdeburg ausgezeichnet.

Eine in Sachsen- Anhalt sicher kaum vergleichbare Erfolgsgeschichte im Rahmen der Ausbildung von jungen Nachwuchskräften in der Gastronomie und Hotellerie fand einen weiteren Höhepunkt mit dem Deutschlands prüfungsbesten Restaurantfachmann des Jahres 2006 vom Hotel "Weißer Hirsch", ausgezeichnet von der Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem DIHK.
2007 fand die grundhafte Umgestaltung der Zimmer des Stammhauses mit dem Umbau und der Klimatisierung des Ostflügels des Bereiches seine Fortführung.

Zukunftsorientiert für die Entwicklung des Unternehmens wurde im Jahre 2008 das Parkdeck erweitert.

Am 21.11.2008 wurde Christian Wieland, zum weiteren Geschäftsführer im Hotel "Weißer Hirsch" bestellt. Ehefrau Doreen komplettierte 2009 das Team des klassisch- gastronomischen Familienbetriebes.